Venedig Tips: das Opernhaus La Fenice

Das Opernhaus La Fenice. Rechterhand führt eine Gasse zum Hintereingang, wo man früher per Gondel ankam.

La Fenice: ein schöner Platz, ein gediegener klassizistischer Bau. Und ein Brennpunkt der Operntradition – Werke von Verdi und Wagner wurden hier uraufgeführt. Immer zieht es mich auch die enge Gasse rechts am Theater entlang zum anmutigen Wassereingang an der Rückseite – früher der Haupteingang: Man ließ sich per Gondel vorfahren, die verdreckten Gassen – verdreckt nicht nur mit „gemeinem, sondern beizendem Kot“, wie der große Italienreisende Goethe schimpfte – wären den Galakleidern schlecht bekommen.
Die zum Eingang hinaufführenden Steinstufen sind zum Teil schon ins Wasser abgesunken, viel fehlt nicht mehr und es wird nass im Gran Teatro.- Ein Schlaglicht auf Venedigs allmähliches Absinken. Im 20.

Am Hintereingang. Die Eingangsstufen liegen teils schon unter Wasser – Venedig geht langsam unter …

Jahrhundert hat es sich beschleunigt durch verstärkte Grundwasserentnahme und Anstieg des Meeresspiegels. Im November 1966 wurde die Lagunenstadt von einer Jahrhundertflut heimgesucht und drohte unterzugehen, Menschen ertranken. Was zwischen Venedigs Mauern steht ist eben nicht bloß Wasser, es ist das Meer mit seiner Gewalt und Tücke.
Übrigens beginnt auch Donna Leons erster Krimi „Venezianisches Finale“ – er gefiel mir am besten von allen die ich las – hier am HIntereingang des La Fenice: Commissario Brunetti kommt mit dem Polizeiboot hier an, weil der Dirigent während der Konzertpause völlig überraschend gestorben war. Also ein Platz, wo sich allerhand abgespielt hat, imaginär und real.

 

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