Rom: das Schicksal der ersten Christen

Die frühchristliche Kirche Santa Sabina gibt einen Einblick in das Schicksal der ersten Christen

Rom. Auf der ruhig-idyllischen Via di Santa Sabina den Monte Aventino hinauf (näheste Metro: Circo Massimo). Blicke hinunter auf den Tiber und über Rom hinweg. Dann die frühchristliche Kirche Santa Sabina: eine stilreine Basilika, wie sie für die allerersten Kirchen üblich war. Eine anrührende Besonderheit: Im Inneren sieht man an der rechten Seitenwand durch eine Bodenöffnung hinab in die Antike – und in die Vorgeschichte von Santa Sabina. Eine verwitterte, aus der Tiefe emporragende Säule zeigt an, dass die Kirche über einem Vorgängerbau errichtet wurde: dem Wohnhaus der vornehmen Römerin Sabina, so heißt es. Laut Legende wurde sie von ihrer Sklavin Seraphina zum Christentum bekehrt, nahm an den Gottesdiensten in den Katakomben teil, ließ sich taufen, wurde zu einem aktiven Mitglied der römischen Frühchristen und öffnete ihr Haus für Treffen und Andachten. Als Erste fiel Seraphina den Verfolgungen zum Opfer, dann auch Sabina: 120 n.Chr. starb sie den Märtyrertod. Für den Wahrheitsgehalt der Legende spricht der Umstand, dass der Monte Aventino in der Antike ein bevorzugtes Wohngebiet wohlhabender Römer war.
Nachdenklich verlässt man die Kirche und setzt die Wanderung über den Monte Aventino fort …

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